meditation für anfänger

Meditation für Anfänger

Einfach und effektiv

Was haben Bill Gates, Tiger Woods und Dalai Lama gemeinsam?
Sie alle nehmen sich Zeit zum Nichtstun, sie haben das Ritual in ihren Tagesablauf verankert.


Was noch vor einigen Jahren als Hippie Hysterie abgetan wurde, erfreut sich heute an immer größerer Beliebtheit.
Meditation wird gesellschaftsfähig auch, weil die Wissenschaft Licht in die mystische Welt der Konzentration und Sinneserweiterung bringt.


Schon seit Tausenden von Jahren praktizieren Menschen sie, vom Buddhismus bis hin zum Christentum. Es ist eine altbekannte und in der westlichen Welt fast vergessene Methode, die Gedanken zu lenken und zu kontrollieren.

Was ist Meditation?

Meditation ist ein Bewusstseinszustand, der durch Konzentration und Fokussierung erreicht wird. Es gibt verschiedene Methoden, die einem helfen diesen Zustand zu erreichen.

 

Welche Meditationsarten gibt es?

Es gibt eine Reihe von verschiedenen Techniken, mit denen man sein Bewusstsein schulen und erweitern kann. Wir stellen die weit verbreitetsten Meditationstechniken kurz vor.
Man kann sie grob in zwei Arten unterteilen, die körperlich aktive und körperlich passive. In diesem Artikel, konzentrieren wir uns nur auf die körperlich passiven und lassen Yoga u.Ä. außen vor.

Aufmerksamkeitstraining/Mindfulness

Ziel dieser Meditation ist es, den Augenblick geistig wach zu erleben und sich die körperlichen, geistigen und emotionalen Reaktionen bewusst zu werden. Diese Meditationstechnik kann man perfekt in den Alltag einbinden.

 

Stille- oder Ruhemeditation

Mit dieser Meditationstechnik verschafft man dem Geist Ruhe, indem man die Wahrnehmung von Reizen und das Denken so weit wie möglich reduziert.
Ziel ist es, eine innere wie auch äußere Stille zu erzeugen und in dem „Nichtstun“ zu verharren.

Konzentrationsmeditation

Diese Meditation richtet sich auf ein Objekt, wie z.B. eine Kerze oder ein Mantra. Die Konzentration fokussiert sich vollständig auf den Gegenstand und bewirkt so eine Beruhigung der alltäglichen Gedanken.

 

Erkenntnisse aus der Wissenschaft

Lang beäugte die Wissenschaft die Meditation eher skeptisch.
Untersuchungen brachten keine Resultate und so blieb das Meditieren eher etwas für spirituell interessierte Menschen. Dies änderte sich jedoch, mit neuen Methoden und detailreichen Hirnscans. Nun konnte man wirklich eine Veränderung des Gehirns feststellen und das nach nur acht Wochen Aufmerksamkeitstraining, täglich 20 Minuten.


Jedoch verschwinden diese Veränderungen wieder, sobald man nicht mehr trainiert.

Meditation was beachten?

Das Wichtigste ist, das man nichts erzwingt. Man muss sich Zeit geben, langsam anfangen und sich nicht überfordern. Es macht mehr Sinn jeden Tag für 10 Minuten sich zu konzentrieren, als ein Mal die Woche für eine Stunde.


Es ist auch sinnvoll, sich mehrmals am Tag die Achtsamkeit in Erinnerung zu rufen und routinierte Tätigkeiten, aufmerksam zu erledigen, wie z. B. das Händewaschen oder Zähneputzen.

Meditation beginnen

Mache es Dir bequem, du musst nicht im Lotussitz sitzen, wenn es für dich unbequem ist. Es bringt nichts, wenn du deine Beine kunstvoll verknotest, du dich aber nicht mehr vor Schmerzen konzentrieren kannst.

Daher finde eine angenehme Position, am besten sitzend, so ist man vor dem Einschlafen geschützt.
 
Beginne mit 10 Minuten. Es ist ratsam, einen Wecker zu stellen. Das Handy und sämtliche externen Störquellen sollten ausgeschaltet sein.
 
Es kann positiv sein, sich vorher genau zu überlegen, was man mit der Sitzung erreichen will, dies hilft den Fokus beizubehalten und sich zu motivieren.
 
 
Beginne mit geöffneten Augen, schaue ins Leere, visiere nichts an. Später kann man die Augen schließen, um seine anderen Sinne zu stärken. Atme tief und hörbar ein und aus, jemand der neben dir sitzt, sollte dich atmen hören.
 
Nach ca. 3 Minuten schließe deine Augen sanft und kehre zurück zu deiner normalen Atmung. Konzentriere dich auf deine Atmung, wie sich die Brust hebt und senkt. Zähle beim Einatmen eins und beim Ausatmen zwei, bis du bei zehn angekommen bist, und fange wieder von vorne an. Fürs Erste reicht das auch schon.
 
 

Hier noch mal kurz zusammengefasst:


Die Reihenfolge für eine gelungene Meditation:
 
  1. Finde eine bequeme Position.
  2. Mache dir kurz klar, was du mit der Session erreichen möchtest.
  3. Lasse die Augen geöffnet und schließe sie erst später.
  4. Zähle deine Atemzüge.Hört sich einfach an oder? Ist es in der Theorie auch, in der Praxis wirst du feststellen, das der Geist sehr ruhelos ist.

 

Die Gedanken haben, wie es scheint ihr Eigenleben, sie kommen und gehen, ohne gefragt zu werden.
Was also machen, um sie zu lenken?
 
 

Einfach lernen

 
 
Versuche die Gedanken nicht mit aller Macht zu verdrängen, erlaube ihnen zu kommen und lass sie vorbeiziehen, wie die Wolken. Sobald du merkst, dass du vom Zählen abgedriftet bist und du die Einkaufsliste für Morgen durchgehst, fange einfach wieder bei eins an. Sei nicht frustriert, das ist ein Lernprozess und der Weg ist hier das Ziel.
 
Jedes Mal, wenn du es geschafft hast dich wieder zurück zur Atmung zu lenken, ist es ein kleiner Lernerfolg. Am Anfang wirst du es nicht lange schaffen, bei den Zahlen zu bleiben, aber Schritt für Schritt wird sich deine Konzentration erweitern und du findest die Meditation entspannend.
 
 
Wie bei allen Dingen die man neu lernt, gibt es gute und schlechte Tage. Es gibt Tage, an denen das Stillsitzen besonders schwerfällt, an diesen Tagen lernt man am meisten, da man mit viel Ablenkung zu kämpfen hat und trotzdem nicht aufgibt.

Das Wichtigste ist nicht aufzugeben, wenn es nicht sofort klappt. Es braucht einige Zeit, um sich an die neue Technik zu gewöhnen und wirklich Ruhe und Entspannung in der Tätigkeit zu finden. Aber wenn man einmal so weit ist und man dieses warme Gefühl von totaler Entspannung und seelischem Gleichgewicht spürt, weiß man, wofür man die Anstrengung unternommen hat.
 
 
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